Mehr politische Aufklärung
Ξ August 2nd, 2009 | → 0 Comments | ∇ Mal was zum Nachdenken, Politik |
Im 17. Jahrhundert begann in Deutschland die Aufklärung, aber davon scheint heutzutage nicht mehr allzuviel übrig zu sein. Besonders in der Politik hat sie es den Deutschen nicht sonderlich angetan. Immer wieder höre ich, dass man enttäuscht sei von der Politikern und den Parteien, dass einem alle Illusionen geraubt wurden und Versprechen gebrochen.
Was macht der deutsche Bürger dagegen? Er wählt um! Nicht SPD sondern CDU. Der nächste nicht CDU sondern FDP. Der nächste nicht FDP sondern Grüne und der nächste SPD statt Grünen.
Leider reichen die Überlegungen der meisten nicht einmal bis dahin. Was bringt es denn, wenn wir unzufrieden sind, aber eine Partei wählen, die mitverantwortlich für diese Unzufriedenheit ist?
Den Parteien ist es inzwischen sicherlich egal, ob sie gewählt werden, weil sie das Volk vertreten oder weil es Stammwähler sind, die keine Ahnung haben, denn Stimme ist Stimme und das verspricht Macht.
Die einzige wirksame Methode für einen Ruck in der Politik ist eine, die die 5 Parteien wirklich Stimmen verlieren lässt: Neue Parteien wählen.
Es gibt zahlreiche Parteien, sodass wirklich für jeden was dabei sein sollte.
Ich will klarstellen, dass ich gegen Protestwähler und gegen Wähler bin, die ihren Stimmzettel ungültig machen, von Nicht-Wählern ganz zu schweigen. Jeder sollte die Partei wählen, die seine Interessen vertritt und gerade neue Parteien werden sich an ihr Programm halten und sicherlich Jahre brauchen, bis sie in einen gewissen Trott wie auch die großen Fünf verfallen und wenn es soweit ist, könnte man beruhigt eine neue Wählen.
Leider verlangt diese Idee die Abschaffung der 5% Hürde. Sie war damals sehr Hilfreich, aber heutzutage überholt. So verhindern wir nur, dass sich in Deutschland etwas ändert.
Aber trotzdem jeder Deutsche hat die Pflicht, sich zumindest alle 4 Jahre mal zu erkundigen, welche Partei man wählen könnte. Ich will damit nicht zur Revolution aufrufen, sondern nur dafür sorgen, dass es repräsentative Wahlergebnisse gibt:
2/3 der Deutschen wollen keinen Krieg und dennoch sind wir in Afghanistan, nur um es als Beispiel zu nennen.
ps: Warum die ungültigen Stimmen so schädlich sind? Sie halten dank der 5%-Hürde kleinere Parteien davon ab in die Regierung zu kommen, toll bei extremistischen Parteien schlecht für alle anderen Parteien, von denen es doch weitaus mehr gibt. Beispiel:
100 gültige Stimmen
davon sind 10 für Partei A 30 für B und 60 für C
Das sind 10% für A
Wenn wir jetzt aber 200 Ungültige haben,
bleiben noch 3,33% für A übrig. Zuwenig.
Das wirlich unfaire in der Sache ist aber, dass die “leeren” Plätze im Parlament aufgeteil werden.
Aus den 10% für B und den 20% für C werden mal eben 33,3% und 66,6%
Es wurde verhindert, dass Partei A mit 10% der Stimmen ins Parlament kommt und das bei nur einer 5%-Hürde.